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1997 gründeten wir das Schwetzinger Brauhaus zum Ritter mit dem erklärten Ziel, an die alte Brautradition anzuknüpfen. Vorausgegangen war der Erwerb des historischen Anwesens, das nach Umbau und Neugestaltung unter hohen Auflagen des Denkmalschutzes, am 14. Juli 1998 seine Pforten in neuem Gewand wieder öffnete.

Alle heutigen Brauereien sind irgendwann in ihrer Entwicklung aus Brauhäusern entstanden. Die Gründungszeit der Braukonzerne durch Zusammenschlüsse und Aufkäufe war um 1870 und von 1914-18, sowie von 1940 bis zum heutigen Tag besonders stark ausgeprägt. Je mehr sich die Brauereien zu Bierfabriken entwickelten, desto mehr dachten weltweit Brauer und Gastronomen über die Wiedergeburt der Braugasthöfe nach. Von den Brauhäusern, die z.B. in Deutschland nach 1936 noch in der stolzen Zahl von über 40.000 existierten, gibt es heute nach Neugründungen wieder etwa 2.000. In Schwetzingen wurden vor 100 Jahren 14 Bierbrauereien gezählt, die für die eigene Gaststätte produzierten. Heute sind wir die einzige Brauerei in Schwetzingen

Geschichte der Schildgerechtigkeit "Zum Ritter":
(Auszug "Schwetzingen - eine Geschichte der Stadt und ihrer Häuser" von Hermann Blank)

Etwa im Jahre 1720 wurde in Schwetzingen, in der Mannheimer Straße (heute Hebelstr. 7), an Stelle des alten Hauses ein Neubau errichtet und für diesen das Schild "Zum Ritter" erworben. Johannes Ritter, der Bauherr, hatte seinen Namen als Schild gewählt. Das Haus war als Wirtschaft angelegt und gebaut. Johannes Ritter starb 60 Jahre alt im Jahre 1736, sein Sohn Jacob Ritter folgte ihm als Wirt. Dieser bekannte Ritterwirt betrieb lange die Wirtschaft selbst. Bei ihm soll Friedrich Schiller Aufnahme und Verpflegung gefunden haben, als er auf seiner Durchreise nach Mannheim zur Erstaufführung der "Räuber" 1782 in Schwetzingen übernachtete. Hochbetagt verkaufte er sein Haus an Conrad Berger und Nikolaus Walker 1802. Das Anwesen bestand damals aus Haus mit Feuer- und Schildgerechtigkeit "Zum Ritter", Scheune, Stall und Garten; es kostete 3311 fl. Dazu verkaufte Jacob Ritter 45 Morgen Feld zu 8718 fl. Er war also ein reicher Mann.

Ein Jahr später erwarb Carl Maier das Haus mit Schildgerechtigkeit. Im Jahre 1813 starb Carl Maier, Gerichtsverwandter und Waisenrichter. Er hinterließ die Frau mit 3 Söhnen. Diese haben gemeinschaftlich das Gasthaus weiter betrieben. Die Frau verheiratete sich wieder 1828 mit Franz Rossrücker. Da es mit den Söhnen wegen der Teilung zu Meinungsverschiedenheiten kam, wurde das Haus versteigert. Franz Rossrücker steigerte das Haus, betrieb die Wirtschaft aber nicht, sondern verkaufte das Schild an H.R. Trautmann. Nach einem Abkommen zwischen den beiden kam das Schild zunächst an die Wirtschaft zum Hirschen und blieb dort etwa bis zum Jahre 1831.

Im Jahr 1834 ist das Schild bereits an dem 1831 neu erbauten Haus an den Planken, dem heutigen Schwetzinger Brauhaus zum Ritter am Schlossplatz 1. Dieses Haus sollte ein Pendant sein zum Gasthaus "Zum Ochsen" dem heutigen Hotel "Zum Erbprinzen", zugleich auch, weil es am Eckplatz im Prospekt des kurfürstlichen Schlosses liegt, mit "besonderem Splendeur als die anderen auf diesem Platz befindlichen Häuser".